Versicherungen und Vorsorge
Wie versichere ich meine Firma richtig?
Die Vorsorge- und Versicherungswelt für Start-ups ist bunt – und manchmal auch etwas unübersichtlich. Trotz den Hürden ist es wichtig, dass sich Start-ups frühzeitig mit diesen Themen auseinandersetzen, um zielgerichtet und abgesichert in die Zukunft zu schreiten. Helvetia liefert Antworten auf die wichtigsten Fragen – auf dieser Seite, im kostenlosen IFJ-Kurs oder Expertengespräch.
Wir sind Helvetia. Wir sind da, wenn es darauf ankommt – seit über 160 Jahren.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine Einzelfirma oder eine Kollektivgesellschaft kann einfach gegründet werden. Zudem ist kein Mindestkapital erforderlich. Was gilt aber bei den Sozialversicherungen? Die AHV prüft bei der Anmeldung die Rechtsform. Wird die Gründung als Personengesellschaft eingestuft, muss Folgendes berücksichtigt werden:
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Obligatorisch:
- AHV/IV/EO (1. Säule)
- Familienzulage (FZ)
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Freiwillig:
- Pensionskasse (2. Säule)
- Berufsunfall (UVG)
- Nichtberufsunfall (NBU)
- Krankentaggeld
- Gebundene Vorsorge (Säule 3a)
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Nicht möglich:
- Arbeitslosenversicherung (ALV)
Bei einer AG oder GmbH wird die berufliche Altersvorsorge über eine Pensionskasse geregelt. Nicht so bei Personengesellschaften: Die Unternehmerinnen und Unternehmer müssen ihre Altersvorsorge selber gestalten. Selbständige können dazu 20% des jährlichen Einkommens bis maximal CHF 36'288.- in die Säule 3a einzahlen (stand 2025). Selbstständige, die weiterhin in einer Pensionskasse versichert sein möchten, können sich aber auch der Pensionskasse des Berufsverbands oder der BVG-Auffangeinrichtung anschliessen.
Bei einer GmbH oder AG wird das Personal für die Sozialversicherungen automatisch als unselbständig erwerbstätig eingestuft – so auch die Inhaberin oder der Inhaber. Daher werden folgende Versicherungen obligatorisch.
- AHV/IV/EO (1. Säule)
- Familienzulage (FZ)
- Arbeitslosenversicherung (ALV)
- Pensionskasse – ab CHF 22'860.- Jahreseinkommen (stand 2025)
Wichtig: Versicherungspflicht – frühestens am 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres (Risikobeitrag Tod und Invalidität) und für die Altersrenten frühestens am 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres (Sparbeitrag) - Berufsunfall (UVG)
- Nichtberufsunfall (NBU) – ab 8 Stunden Arbeitstätigkeit für den Arbeitgeber pro Woche
- Krankentaggeld – wenn durch Gesamtarbeitsvertrag vorgeschrieben
Die obligatorische Vorsorge sieht immer Minimalleistungen vor. Es lohnt sich also von Anfang an zu prüfen, wo diese unter Umständen ungenügend sind und über den Basisvertrag hinaus ergänzt werden sollten, insbesondere bei der Pensionskasse, der Unfallversicherung und beim Krankentaggeld. Auch wenn die private Vorsorge – also die 3. Säule – freiwillig ist, lohnt sie sich. Über die private 3. Säule können weitere Deckungslücken geschlossen, Angehörige und Partner sowie das Wohneigentum abgesichert werden. Zudem können Steuervorteile genutzt werden. Ausserdem zielt das eigene Sparen auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter ab.
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Individuelle Lösungen für spezifische Risiken
Ob Personengesellschaft- oder Kapitalgesellschaft: Für beide Formen sind noch weitere Versicherungen von zentraler Bedeutung. Wichtig ist, dass immer die unterschiedlichen Bedürfnisse des Start-ups analysiert und dafür zugeschnittene Lösungen erstellt werden. Eine Übersicht, welche Versicherungen für dein Start-up relevant sein könnten:
Die Sachversicherung ersetzt Schäden aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen an deinen beweglichen Gütern, Einrichtungen und IT-Anlagen ab.
Die technische Versicherung schützt dich vor finanziellen Folgen, wenn Geräte und Maschinen einen Schaden erleiden. Dabei lässt sie sich flexibel an die spezifischen Maschinen anpassen.
Die Gebäudeversicherung greift bei Schäden am Gebäude und der Umgebung durch Sturm, Feuer sowie anderen unvorhergesehenen Ereignisse.
Die Gebäudehaftpflicht bewahrt deinen Betrieb zuverlässig vor finanziellen Folgen durch Haftpflichtansprüchen, wenn der Pöstler beispielsweise auf deinem Grundstück ausrutscht oder ein Dachziegel auf ein fremdes Auto fällt.
Die Betriebs- und Berufshaftpflicht schützt dein Unternehmen, wenn Drittpersonen durch dich, deine Mitarbeitenden oder deine Produkte zu Schaden kommen.
Der Rechtsschutz sichert dein Unternehmen umfassend ab – sei es für die Rechtsberatung oder durch Kostenübernahme bei Streitigkeiten vor Gericht.
Die Transportversicherung deckt Schäden, die während des Transports an Gütern entstehen. Dazu gehört auch der Schutz beim Auf-, Ab-, und Umladen sowie bei Messen.
Die Assistance sichert Firmen finanziell ab, wenn Reisen nicht oder zu spät angetreten werden können, eine vorzeitige Rückreise notwendig wird und der Geschäftswagen beschädigt wurde oder eine Panne hat.
Jedes Unternehmen ist einzigartig – ebenso sein Versicherungsbedarf. Welche Versicherungen sind für dein Unternehmen wichtig und worauf solltest du besonders achten? Finde es in nur 5 Minuten heraus. Mit dem Versicherungscheck für KMU erhältst du schnell und einfach wertvolle Empfehlungen. Ganz egal, ob du deine eigene Firma gründest oder bereits seit einiger Zeit erfolgreich tätig bist.
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