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Neugründungen in der Schweiz Q1 2025

Mo. 31.03.2025, 13:00

Weshalb wagen Gründer/innen den Weg in die Selbständigkeit? Auf diese und weitere Fragestellungen gibt die neue, empirische Studie «Gründermarkt Schweiz 2024» der PostFinance und dem IFJ Institut für Jungunternehmen Antworten. Insgesamt wurden 753 qualitative Interviews mit Neugründer/innen aus der ganzen Schweiz geführt, welche in den letzten 24 Monaten ihre Firma gegründet haben. Dass das Thema Gründen in der Schweiz einen wichtigen Stellenwert einnimmt, zeigen die tagesaktuellen Ergebnisse der IFJ-Studie «Nationale Analyse Schweizer Firmengründungen Q1 2025». Im ersten Quartal wurden 13'983 Neugründungen im Handelsregister eingetragen, was mit einer Zunahme von +3.9% gegenüber der Vorjahresperiode einem neuen Allzeithoch entspricht.



Die Auswertung der Neugründungen vom 01.01.2025 bis zum 31.03.2025 unterstreicht: Immer mehr Menschen wagen den Weg in die Selbständigkeit bzw. gründen neue Firmen. Im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnen die Schweizer Neugründungen im ersten Quartal ein neues Allzeithoch. Der Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit ist in der Gesellschaft gross und ist einer der Hauptgründe, weshalb Personen in der Schweiz eine eigene Firma gründen. Von allen Neueintragungen ins Handelsregister sind rund 70% effektive Neugründungen im Sinne von neuen Geschäftstätigkeiten. Ein Fünftel führt mit einer neuen Firma ein bestehendes Geschäft weiter. Zu je rund 5% werden neue Firmen aus steuerlichen Zwecken gegründet oder entstehen aus bereits existierenden Unternehmen (Spin-off).
 

Beweggründe für die Selbständigkeit

Die Befragung zeigt deutlich: So unterschiedlich die Gründer/innen auch sind, in einem Punkt waren sie sich einig: Der Wunsch nach mehr Freiheit und Unabhängigkeit. Ganze 40% gaben mehr Freiheit und Unabhängigkeit als Hauptbeweggrund für den Schritt in die Selbständigkeit an. 31% verfolgen den Wunsch nach der Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen. Weitere 28% empfanden es als wichtig, dass sie ihre eignen Kompetenzen stärker einbringen können.


(Quelle: Studie Gründermarkt Schweiz 2024, PostFinance und IFJ Institut für Jungunternehmen; Analyse und Grafik: IFJ Institut für Jungunternehmen AG)

 

Herausforderungen vor und nach der Gründung

Fast drei Viertel der Schweizer Neugründer/innen entscheidet sich innerhalb eines Jahres nach der ersten Idee ein Unternehmen zu gründen. Bei knapp einem Viertel geschieht dies sogar innerhalb von drei Monaten. Dennoch sind vor der Gründung Themen wie ‘’genügend Aufträge kriegen‘’ und ‘’Administratives‘’ nicht zu unterschätzen. Viele Gründer/innen sehen darin Herausforderungen, die es vor dem Start in die Selbständigkeit zu meistern gilt. Weniger Sorgen bereiten den Gründer/innen die konkreten Schritte rund um die Firmengründung. Nur 10% der Befragten empfanden das Schreiben eines Businessplans als sehr herausfordernd. Auch die Wahl der passenden Rechtsform stellte für rund zwei Drittel kein grösseres Problem dar. Beim Thema Kapitalbedarfsabklärung fühlte sich die Mehrheit vorbereitet, was auf eine gute Vorbereitung und die Nutzung bestehender Informationsquellen hinweist.

 
Nach der Gründung stellt sich das Thema ‘’bekannt werden’’ durch Werbemassnahmen und ‘’genügend Aufträge zu kriegen’’ als zentrales Thema heraus. Eindrücklich ist, dass der Sorgendruck nach der Firmengründung merklich abnimmt. Während vor der Gründung nur 17% sorglos sind, steigt dieser Anteil danach bereits auf positive 39%. Das IFJ unterstützt in enger Zusammenarbeit mit namhaften Partnern und der öffentlichen Hand Gründer/innen gezielt, diesen Schritt in die Selbständigkeit erfolgreich zu meistern – vor, während und nach der Gründung.


(Quelle: Studie Gründermarkt Schweiz 2024, PostFinance und IFJ Institut für Jungunternehmen; Analyse und Grafik: IFJ Institut für Jungunternehmen AG)
 
Die tagesaktuelle, nationale Analyse des IFJ zeigt, wie sich die Firmengründungen in der Schweiz im ersten Quartal des Jahres gegenüber der Vorjahre verändert haben.
 

Gründungszahlen auf neuem Rekordhoch

Im Vergleich der Grossregionen beeindrucken die Zentralschweiz (+15.7%), die Südwestschweiz (+11.0%), Zürich (+3.7%) und die Nordwestschweiz mit (+2.2%). Schlechter als in der Vorjahresperiode schneidet das Espace Mittelland (-2.7%), die Ostschweiz (-4.9%) und das Tessin (-7.5%) ab.


(Quelle: Schweizerisches Handelsamtsblatt SHAB; Analyse und Grafik: IFJ Institut für Jungunternehmen AG; 01.01.2025 - 31.03.2025 im Vergleich zu Vorjahresperiode)
 

Kantone im Gründungshoch 

In 14 Kantonen konnte die Anzahl Neugründungen im ersten Quartal 2025 gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert werden. Dies sind aktuell die Kantone mit einem Wachstum an Schweizer Firmengründungen: Appenzell I. Rh. (+44.8%), Obwalden (+40.9%), Nidwalden (+32.4%), Schaffhausen (+28.3%), Zug (+21.2%), Genf (+19.2%), Basel-Landschaft (+17.4%) Schwyz (+17.2%), Luzern (+7.6%), Waadt (+7.4%), Solothurn (+6.8%), Wallis (+6.6%), Zürich (+3.7%), Basel-Stadt (+2.8%).
 

In diesen Kantonen wird aktuell weniger gegründet

Bei Kantonen mit einer geringen absoluten Anzahl an Neugründungen sind die prozentualen Veränderungen mit Vorsicht zu interpretieren.

 

Rechtsformen im Vergleich

In der Schweiz ist die Aktiengesellschaft (AG) im ersten Quartal die am stärksten wachsende Rechtsform, mit einem Zuwachs von +15.1% gegenüber der Vorjahresperiode. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) folgt mit einem soliden Wachstum von +4.3%, während die Einzelfirmen mit -0.8% und die Kollektivgesellschaften mit -15.6% Rückgänge aufweisen.





(Quelle: Schweizerisches Handelsamtsblatt SHAB; Analyse und Grafik: IFJ Institut für Jungunternehmen AG; Zeitraum: 01.01.2025 bis 31.03.2025 gegenüber der Vorjahresperiode)





 

5-Jahresvergleich

Im Durchschnitt wurden von 2021 bis 2025 jeweils 13'379 neue Firmen im ersten Quartal gegründet. Mit 13'983 Neugründungen im Q1 2025 liegt die aktuelle Zahl über dem 5-Jahresschnitt. Das entspricht einem Wachstum von rund +4.5% gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Der positive Trend hält an und zeigt, dass die Schweiz weiterhin ein fruchtbarer Boden für Startups und neue Geschäftsideen ist.



(Quelle: Schweizerisches Handelsamtsblatt SHAB; Analyse und Grafik: IFJ Institut für Jungunternehmen AG
Zeitraum: 01.01.2025 bis 31.03.2025 gegenüber der Vorjahresperioden 2021 bis 2025)


 


 

In diesen Branchen wird am meisten gegründet

Die drei Branchen, die es im Q1 dieses Jahres aufs Podest geschafft haben, sind Beratung (1'485 Gründungen), Handwerk (1'469 Gründungen) und Immobilienwesen (1'387 Gründungen). Gefolgt von B2B & B2C Dienstleistungen (1'148 Gründungen) und Detailhandel (1'084 Gründungen).

Spannend zu beobachten ist, dass sich die Schweizer Gründungslandschaft sehr divers gestaltet. Die Branche "Beratung" nimmt mit 1'485 Neueintragungen lediglich +10.6% der Gesamtgründungen. Dies verdeutlicht die Vielfalt in der Gründungslandschaft und stimmt positiv für eine nach wie vor gut funktionierende Volkswirtschaft.


(Quelle: Schweizerisches Handelsamtsblatt SHAB; Analyse und Grafik: IFJ Institut für Jungunternehmen AG;
Zeitraum: 01.01.2025 bis 31.03.2025 gegenüber der Vorjahresperiode)
 







Schweizer Gründungsszene bleibt widerstandsfähig

Die Gründungsszene in der Schweiz zeigt sich auch 2025 vielseitig und anpassungsfähig. Die empirische Studie der PostFinance und des IFJ beleuchtet nicht nur Zahlen, sondern gibt vertiefte Einblicke in die Sichtweise der Firmengründer/innen in der Schweiz. Trotz grosser wirtschaftlicher Unsicherheiten, globaler Spannungen und administrativer Herausforderungen starten viele mit einer klaren Vision und setzen ihre Ideen oft innerhalb kurzer Zeit in die Realität um. Die wirtschaftlich stabile Basis und die breite Unterstützung durch Organisationen wie das IFJ bieten weiterhin gute Voraussetzungen für neue Geschäftsideen.
 
Die Studie zeigt, dass persönliche Motive für viele Neugründer/innen ausschlaggebend sind. Im Vordergrund stehen nicht finanzielle Ziele, sondern der Wunsch nach mehr Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Die Gründung wird dadurch immer häufiger zu einem bewussten Schritt, das eigene Berufsleben aktiv, frei und eigenverantwortlich zu gestalten. Dazu kommt, dass es heutzutage technisch einfacher und günstiger ist, eine Geschäftsidee umzusetzen. 70% der Gründer/innen starten mit der neuen Firma zu Beginn im Sinne einer "Teilzeit-Selbständigkeit", was durch flexible Arbeitsmodelle begünstigt wird.
 
Insgesamt befindet sich die Gründungsszene in der Schweiz in einer aufregenden Phase des Wachstums und der Innovation. Mit einer starken Unterstützung durch Investor/innen, Regierung und Unternehmen sowie einer Vielzahl von talentierten und kreativen Köpfen hat die Schweiz das Potenzial, sich durch Künstliche Intelligenz, Innovationsgeist, schweizerisch verankerte Werte wie Fleiss, Verantwortlichkeit, Genauigkeit, Effizient und Belastbarkeit, gepaart mit Offenheit, Neugier und Innovationsgeist weiterhin als wertvoller Standort für Unternehmensgründungen zu etablieren. Spannend ist weiterhin zu beobachten, ob der Gründungsrekord vom 2024 dieses Jahr übertroffen wird. 

 

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