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Expansion ins D/A/CH Ausland

Di. 24.08.2021, 09:00

Nach der Gründung in einem Land denken viele mit der Zeit an eine Expansion. Hat man im Heimatland Fuß gefasst und das Geschäft ist erfolgreich angelaufen, ist dieser Gedanke auch keinesfalls verkehrt. Die wenigsten Geschäftsideen sind auf ein Land begrenzt und können meistens in ein anderes übertragen werden. Teilweise muss man Anpassungen vornehmen, die grösserer oder kleinerer Natur sein können. Manchmal handelt es sich hierbei nur um kleine Anpassungen auf Etiketten oder Labels oder man muss entsprechende Zertifikate im angestrebten Zielland ablegen und vorweisen. Manchmal sind es auch grundlegende landesspezifische Besonderheiten, wie Blinkerlichter am Auto, die orange und nicht gelb sein dürfen oder man rechts statt links fährt. Meistens ist die Expansion innerhalb der D/A/CH-Region nicht so kompliziert wie es in andere Länder der Fall ist. Ein paar Aspekte gilt es dennoch zu beachten.


 

Die Sprachen – alles Deutsch?

Im ersten Moment denkt man wahrscheinlich an die deutsche Sprache. Schliesslich muss man sich in Österreich und Deutschland auch nicht anders präsentieren. In der Schweiz sieht das schon anders aus und das sollten Unternehmen aus Österreich und Deutschland bei ihren Plänen bedenken. Je nach dem, was man vorhat, ist es wichtig, seine Waren, seine Dienstleistungen oder seinen Webshop in allen relevanten Sprachen anzubieten. Nämlich vor allem auf Deutsch, Italienisch, Französisch und gegebenenfalls Rätoromanisch.
In unserer digitalen Zeit ist es zentral, dass man seine Website in den Zielsprachen vorliegen hat. Solche Übersetzungstätigkeiten sollte man aber nicht innerhalb des Unternehmens nebenher abwickeln, wenn die Kompetenz fehlt, sondern entsprechende Fachübersetzungen für den IT-Bereich in Anspruch nehmen.

Es muss darauf geachtet werden, dass man Texte nicht nur überträgt, sondern auch Inhalte auf Bannern und Buttons anpasst, damit diese nicht überlappen und in der jeweils anderen Sprache ebenso makellos wie im Deutschen aussehen.
Auch bei Apps sollte dieser Aspekt nicht aus den Augen gelassen werden. Viele Unternehmen, und allen voran junge Start-Ups, haben eine App oder diese App ist sogar ihr komplettes Geschäft.

 

Besonderheiten bei der Währung und Besteuerung beachten

Vor allem, wenn man den Hauptsitz in dem einen Währungsraum lässt und keinen separaten Standort im jeweils anderen gründet, ist darauf zu achten, was man an Steuern, Abgaben, Zoll und dergleichen zu entrichten hat. Die Schweiz ist kein Euroraum und beim Versandhandel muss man sich um Gebühren und Papiere kümmern. Ebenso ist der Euroraum ein anderer Währungsraum als die Schweiz.

Versandkosten müssen mit den Dienstleistern neu ausgehandelt werden, zusätzliches Personal muss eingestellt und Lager eingerichtet werden. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Kosten für den Kunden nicht zu hoch sind, sonst wird die Expansion schnell durch die sparwillige Klientel gebremst.

Ebenso muss man darauf achten, dass Rechnungen für den Kunden am besten in dessen Landeswährung ausgestellt werden. Zumindest sollte ihm vor dem Kauf klar sein, was die Ware am Ende tatsächlich kosten wird.

Auch für die Besteuerung ist es unabdingbar, sich mit den Regelungen zu Umsatz- und Mehrwertsteuer auseinander zu setzen und diese korrekt angeben zu können. Innerhalb der EU gibt es andere Regelungen als in der Schweiz. Wichtig ist zudem, dass man sich mit dem Reverse Charge Verfahren befasst hat. Kümmert man sich nicht ausreichend um diese Aspekte, wird die Expansion nicht von viel Erfolg gekrönt sein.

 

Der Zoll und andere Hürden zwischen CH und der EU

 

Der Zoll ist ein Aspekt, den man seinen Kunden auf keinen Fall verheimlichen darf. Am besten bietet man ihnen die Infos zu den Zollregelungen direkt auf der Website oder in seinem Ladengeschäft an. Auf diese Weise werden die Kunden an der Grenze oder bei der Lieferung nicht böse überrascht.

Neben den bereits genannten, gibt es noch weitere Hürden zu beachten.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1133499/umfrage/umfrage-zu-huerden-von-schweizer-kmu-hinsichtlich-einer-internationalen-expansion/

Allerdings sollte man sich nicht davon abhalten lassen, in das jeweilige Nachbarland und noch viel weiter zu expandieren. 


Beispiel von Firmen, die den Schritt in die Internationalisierung gewagt haben

Viele Unternehmen sind diesen Schritt in die weite Welt hinaus bereits erfolgreich gegangen. Die Internationalisierung lohnt sich und führt oft nachhaltig zu einem Wachstum.

Lindt & Sprüngli: Der Schweizer Schokoladenhersteller ist bekannt für seine zartschmelzenden Pralinen und seine goldenen Schokohasen mit dem Glöckchen. Die beiden Hauptmanufakturen wurden in Zürich und Bern in den 1890er Jahren gegründet. In den 1950ern ging das Unternehmen den ersten Schritt in die Internationalisierung und eröffnete ein Werk in Aachen.

Easytrans24.com: Der in Hamburg und Berlin ansässige Übersetzungsdienstleister ging seinen Weg in die Schweiz und eröffnete in Zürich einen weiteren Standort. Von nun drei europäischen Standorten aus werden Texte unterschiedlichster Branchen in 115 Sprachen übersetzt. Diese Strategie sichert dem Unternehmen kontinuierliches Wachstum und nachhaltigen Erfolg.

Sixt: Der weltweit bekannte Konzern, der im Bereich der Autovermietung tätig ist, wurde Anfang der 1900er in Pullach im Isartal (Deutschland) gegründet. Knapp ein Jahrhundert später startete die Expansion und Internationalisierung weit über den deutschen Sprachraum hinaus. Neben Kleinwägen für den Urlaub oder Geschäftsleute, bietet Sixt auch Kleintransporter für Umzüge und dergleichen an.

Gewürzland.com: Die in Wien ansässige Gewürzmanufaktur bietet nicht nur innerhalb Österreichs frische Kräuter und Gewürze seit über 20 Jahren an. Das Unternehmen verschickt seine Produkte über den Versandhandel nach Deutschland, die EU, die Schweiz und nach England. Neben dem B2C wurde zudem ein B2B Geschäft eingeführt, sodass nicht nur Endverbraucher als Kundenstamm versorgt werden. 

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