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EU führt KI Kennzeichnung ein: Das müssen Unternehmen jetzt wissen

Di. 04.08.2026, 10:00

Ab August 2026 gelten in der EU neue Transparenzpflichten für Künstliche Intelligenz. Erfahre, welche Inhalte gekennzeichnet werden müssen, welche Unternehmen betroffen sind und was Schweizer KMU jetzt beachten sollten.



Künstliche Intelligenz ist längst im Geschäftsalltag angekommen. Unternehmen erstellen mit KI Texte, Bilder, Videos oder beantworten Kundenanfragen über Chatbots. Damit Nutzer/innen künftig besser erkennen können, wann Inhalte von einer KI stammen, treten in der Europäischen Union neue Transparenzpflichten in Kraft.

Seit dem 2. August 2026 gelten die ersten Bestimmungen des EU AI Act zur Kennzeichnung von KI Inhalten. Ziel ist es, mehr Transparenz zu schaffen, Desinformation zu bekämpfen und das Vertrauen in Künstliche Intelligenz zu stärken. Die neuen Vorgaben betreffen nicht nur grosse Technologieunternehmen, sondern können auch für Schweizer Unternehmen relevant sein, wenn sie Kund/innen in der EU bedienen oder KI Inhalte veröffentlichen.

Was ändert sich mit dem neuen KI Label?

Die neuen Transparenzregeln verpflichten Anbieter und Betreiber bestimmter KI Systeme dazu, deutlich zu machen, wenn Menschen mit einer KI interagieren oder wenn Inhalte vollständig oder wesentlich mit KI erstellt oder verändert wurden.

Dazu gehören unter anderem:

  • KI Chatbots
  • KI generierte Bilder
  • KI generierte Videos
  • Deepfakes
  • KI generierte Audioinhalte
  • bestimmte KI erstellte Texte

Die Europäische Kommission möchte damit verhindern, dass Nutzer/innen KI Inhalte mit echten Aufnahmen oder menschlich erstellten Inhalten verwechseln.

Wann müssen KI Inhalte gekennzeichnet werden?

Unternehmen müssen künftig transparent machen, wenn Kund/innen direkt mit einer KI kommunizieren oder wenn realistisch wirkende Inhalte künstlich erzeugt oder verändert wurden. Zusätzlich müssen Anbieter generativer KI Inhalte technische Kennzeichnungen integrieren, damit diese maschinell erkannt werden können.

Welche Inhalte sind betroffen?

Besonders relevant sind die neuen Vorschriften für Unternehmen, die KI aktiv im Marketing oder in der Kommunikation einsetzen.

  • Werbeanzeigen
  • Social Media Beiträge
  • Unternehmensvideos
  • Produktbilder
  • Kundenkommunikation über KI Chatbots
  • automatisch erstellte Texte

Je realistischer ein Inhalt wirkt, desto wichtiger wird eine klare Kennzeichnung. Vor allem Deepfakes und andere manipulierte Medien stehen im Fokus der neuen Regelungen.

Sind Schweizer Unternehmen betroffen?

Die Verordnung gilt innerhalb der Europäischen Union. Schweizer Unternehmen können jedoch ebenfalls betroffen sein, wenn sie Produkte oder Dienstleistungen in der EU anbieten oder KI Inhalte an Personen innerhalb der EU veröffentlichen.

Wer beispielsweise mit KI erstellte Werbung auf den europäischen Markt ausrichtet oder Kund/innen über KI Chatbots betreut, sollte die neuen Transparenzpflichten prüfen.

Was bedeutet das für KMU?

Für viele kleine und mittlere Unternehmen ändern sich die täglichen Arbeitsabläufe nur wenig. Wer KI verantwortungsvoll nutzt und transparent kommuniziert, erfüllt bereits heute einen wichtigen Teil der neuen Anforderungen.

Unternehmen sollten insbesondere:

  • den Einsatz von KI dokumentieren
  • KI Inhalte nachvollziehbar kennzeichnen
  • Mitarbeitende im Umgang mit KI schulen
  • interne Richtlinien für KI erstellen
  • Datenschutz und Urheberrechte beachten

Warum Transparenz immer wichtiger wird

KI entwickelt sich rasant weiter. Gleichzeitig wird es immer schwieriger zu erkennen, ob Texte, Bilder oder Videos von Menschen oder Maschinen erstellt wurden. Transparenz schafft Vertrauen und hilft Kund/innen, Informationen besser einzuordnen.

Viele Plattformen wie Google, Meta oder TikTok kennzeichnen KI Inhalte bereits heute freiwillig. Die neuen EU Vorgaben sorgen nun für einen einheitlicheren Rahmen.

5 Tipps für Schweizer KMU zum rechtskonformen Einsatz von KI

Künstliche Intelligenz bietet Unternehmen grosse Chancen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Datenschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit KI. Mit diesen fünf Tipps bist du gut aufgestellt:

1. KI Inhalte transparent kennzeichnen

Wenn du Bilder, Videos oder Texte mit Künstlicher Intelligenz erstellst, solltest du transparent kommunizieren, wann KI eingesetzt wurde. Das stärkt das Vertrauen deiner Kund/innen und hilft dir, zukünftige gesetzliche Anforderungen einfacher zu erfüllen.

2. Datenschutz und Vertraulichkeit beachten

Verarbeite mit KI Tools keine sensiblen oder vertraulichen Unternehmens- oder Personendaten, sofern dies nicht ausdrücklich zulässig ist. Prüfe zudem die Datenschutzbestimmungen der eingesetzten KI Lösungen.

3. Ergebnisse immer überprüfen

KI kann Fehler machen oder veraltete Informationen liefern. Kontrolliere deshalb Texte, Bilder, Berechnungen und andere Inhalte immer sorgfältig, bevor du sie veröffentlichst oder geschäftlich nutzt.

4. Mitarbeitende im Umgang mit KI schulen

Definiere klare Richtlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in deinem Unternehmen. Schulungen helfen Mitarbeitenden, KI verantwortungsvoll, effizient und rechtskonform einzusetzen.

5. Gesetzliche Entwicklungen beobachten

Die Regulierung von Künstlicher Intelligenz entwickelt sich laufend weiter. Auch wenn Schweizer Unternehmen nicht immer direkt von EU Vorschriften betroffen sind, lohnt es sich, neue gesetzliche Entwicklungen regelmässig zu verfolgen und interne Prozesse bei Bedarf anzupassen.

Wer Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einsetzt, schafft Vertrauen bei Kund/innen, reduziert rechtliche Risiken und kann die Vorteile moderner Technologien langfristig erfolgreich nutzen.

Fazit

Die neuen Transparenzpflichten markieren einen wichtigen Schritt im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Unternehmen sollten sich frühzeitig mit den Anforderungen auseinandersetzen und ihre Prozesse überprüfen.

Auch wenn viele Schweizer KMU nicht direkt unter die EU Vorschriften fallen, lohnt es sich, auf Transparenz und einen verantwortungsvollen Einsatz von KI zu setzen. Das stärkt das Vertrauen von Kund/innen und schafft eine solide Grundlage für den zukünftigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Häufige Fragen zur KI Kennzeichnung in der EU

Was ist das neue KI Label der EU?

Antwort anzeigen

Mit den neuen Transparenzpflichten des EU AI Act müssen bestimmte KI Inhalte künftig klar gekennzeichnet werden. Ziel ist es, Nutzer/innen darüber zu informieren, wenn Inhalte ganz oder teilweise mit Künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert wurden.

Welche KI Inhalte müssen gekennzeichnet werden?

Antwort anzeigen

Je nach Anwendungsfall betrifft dies unter anderem KI Chatbots, Deepfakes, KI generierte Bilder, Videos, Audioinhalte sowie bestimmte automatisch erstellte Texte. Besonders realistische Inhalte stehen im Fokus der neuen Vorschriften.

Sind auch Schweizer Unternehmen betroffen?

Antwort anzeigen

Ja, unter Umständen. Schweizer Unternehmen, die Produkte oder Dienstleistungen in der EU anbieten oder KI Inhalte für Kund/innen in der EU veröffentlichen, sollten prüfen, ob die neuen Transparenzpflichten für sie gelten.

Was bedeutet der EU AI Act für KMU?

Antwort anzeigen

Für viele KMU steht vor allem ein transparenter und verantwortungsvoller Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vordergrund. Unternehmen sollten den Einsatz von KI dokumentieren, Mitarbeitende sensibilisieren und ihre Prozesse überprüfen.

Warum sollten Unternehmen KI Inhalte kennzeichnen?

Antwort anzeigen

Eine transparente Kennzeichnung stärkt das Vertrauen von Kund/innen, reduziert das Risiko von Missverständnissen und hilft Unternehmen, sich frühzeitig auf zukünftige gesetzliche Anforderungen einzustellen.

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