Skyline Parking: Die Zukunft des Parkierens ist lanciert
Am 23. und 28. November lud das Winterthurer Jungunternehmen Skyline Parking Investoren und Besucher von nah und fern in die Testhalle im thurgauischen Arbon. Demonstriert wurde die Funktionsfähigkeit der Förderanlage für den ersten „Autoturm“, der als vollautomatisches Parkhaus der Schweiz im April in Schlieren seine Premiere feiern soll.
![]() So sieht der Autoturm der Skyline Parking im Konzeptentwurf auf.
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![]() In Arbon konnten sich am Tag der offenen Tür Interessenten die Technik hautnah erleben.
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Konventionelles Parken könnte dank Skyline Parking bald der Vergangenheit angehören. Bisherige Parkhäuser benötigen viel Raum, wie z.B. für Zufahrtsrampen und Manövrierflächen. Zudem mussten die Parkplätze und Raumhöhen bisher so geplant werden, dass alle Autotypen ins Parkhaus einfahren und parken können. Dabei werden pro Auto etwa 120 Kubikmeter umbauten Raum benötigt; das kubische Volumen eines Autos beträgt hingegen weniger als 20 Kubikmeter. Die zunehmende Mobilität und Bevölkerungsentwicklung lässt aber immer weniger Raum fürs Parken.
Effizienz in jeglicher Hinsicht
Automatische Parksysteme benötigen dagegen weniger als ein Drittel (entspricht 30 bis 40 Kubikmetern pro Fahrzeug) des Volumens konventioneller Parkhäuser oder Tiefgaragen. Weil beim Einfahren die Aussenmasse jedes Fahrzeuges automatisch ermittelt werden, können die entsprechenden Autos anschliessend der kleinstmöglichen Parkfläche zugeordnet werden. Auf der Förderanlage werden die Autos um die vertikale Achse rotiert, gleichzeitig auf die zugeteilte Höhe gehoben und auf die radial angeordneten Stellplatten befördert. Da Personen keinen Zugang zu den Stellplätzen haben, kann auf Treppen, Lifte, Notausgänge, Belüftung, Türöffnungsabstand und Raumhöhe, sowie auf teure Beleuchtungen und Ventilation, weitgehend verzichtet werden. So wird insgesamt viel Energie, Material und Raum gespart. Die Baukosten und Bauemissionen reduzieren sich dementsprechend.
Anpassungsfähige Hochleistungsmodule
Noch bis Mitte Januar 2013 kann das Referenzprojekt in Arbon besichtigt werden. Die sechs Meter hohen Liftsäulen-Elemente mit dem dazwischen gespannten zwölf Meter langen Holm mit Hubwagen und drehbarem Förderer boten den bisherigen Besuchern ein imposantes Bild. Nach erfolgter Testphase wird die gesamte Lift- und Förderanlage in den vorbereiteten 25 Meter hohen Turm eingebaut. Das automatische Parksystem, das in den Tests durch Geschwindigkeit, Präzision und Zuverlässigkeit überzeugte, glänzt auch in punkto Parkdichte, Kunden und Umweltfreundlichkeit und Flexibilität: Das modulare Design erlaubt die Anpassung an jede Umgebung, egal ob oberirdisch, unterirdisch oder kombiniert. Je nach Ansprüchen können mehrere Fördersysteme und Boxen parallel eingebaut werden, sodass auch hohe Verkehrsspitzen bewältigt werden können.
Kurz vor Abschluss der dritten Finanzierungsrunde
Die Firma wurde 2007 gegründet und beschäftigt 14 Mitarbeiter. Mit der Übernahme von zwei Firmen und der Gründung von zwei Joint Ventures in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland ist Skyline Parking das führende Unternehmen mit den angewendeten Technologien, die mit sieben (bald zehn) Patenten geschützt sein wird. Und diese werden auch weltweit zum Einsatz kommen: Lizenzteilnehmer, Agenten und weitere Kundenkontakte gibt es ausser in Europa und den Emiraten auch bereits in Korea, Japan, Kenia, China, Indien, Singapore und Russland. In der Sales Pipeline befinden sich weitere 70 Projekte. Alles Erfolge, die auch bei der nächsten Finanzierung wohl zugute kommen: Das Führungsgremium, darunter auch Absolventen des venturelab-Programms, befindet sich mitten in der dritten Finanzierungsrunde. Um das Wachstum weiter zu beschleunigen, hatten die Aktionäre eine Kapitalerhöhung beschlossen.
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